Champagner - ein prickelnder Genuss!

Die  Appellation Champagne ist eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung und umfasst ein Anbaugebiet von 34.000 Hektar, 150 Kilometer östlich von Paris.
Insgesamt  besteht das Gebiet aus 320 Crus (Gemeinden) wovon 42 Gemeinden die historische Bezeichnung Premier Cru führen dürfen und nur 17 Gemeinden als Grand Cru klassifiziert sind.
Das Terroir besteht überwiegend aus Kalkgestein (Kreide, Mergel und Kalkstein), das sich günstig auf die Bodenentwässerung auswirkt und zu der unverkennbaren mineralischen Note der Champagne-Weine führt.
Die Bodenbeschaffenheit ist verantwortlich für die Auswahl der Rebsorten. Es sind zwar sieben Rebsorten zugelassen, aber nur drei sind von Bedeutung: Pinot NoirMeunier und Chardonnay. Arbanne, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris machen weniger als 0,3 % der Rebfläche aus.
Obwohl Champagner ein weißer Schaumwein ist (ausgenommen Rosé), wird der zum Großteil aus roten Rebsorten (Pinot Noir und Meunier) hergestellt.
Blanc de Blancs wird ausschließlich aus weißen Trauben erzeugt (Chardonnay, in seltenen Fällen auch aus einem der anderen weißen zugelassenen Rebsorten). Blanc de Noirs wird ausschließlich aus roten Trauben erzeugt.
 
HERSTELLUNG
Der Pressvorgang ist gesetzlich genau geregelt, es müssen über 20 Kriterien erfüllt werden. Bei der Assemblage besteht das Ziel darin ein Gesamtkunstwerk herzustellen. Es werden verschiedene Rebensorten aus unterschiedlichen Anbaugebieten und Jahrgängen zu einer Cuvée vereint, um einen Champagner zu kreieren, der die Stilistik des Winzers oder Kellermeister widerspiegelt.
Nun folgt die Flaschengärung in lichtgeschützten Kellern bei einer konstanten Temperatur von rund 12°C, die für die Schaumbildung verantwortlich ist.
Nach einer langen Ruhezeit muss der Wein erneut geklärt werden, indem die Ablagerungen, die während der Schaumbildung entstanden sind, entfernt werden.
Im Laufe des Rüttelverfahrens konzentriert sich das Depot (Hefen) im Flaschenhals und kann somit beim Degorgieren leicht entfernt werden. Beim Degorgieren werden die Rückstände entfernt, die sich im Flaschenhals abgelagert haben.
Den letzten Schliff bekommt der Champagner durch die Dosage, die dem Champagner in geringer Menge zugesetzt wird.
Daraus entstehen folgende Weintypen:
Doux über 50 g Zucker pro Liter
Demi-sec zwischen 32 und 50 g Zucker pro Liter
Sec zwischen 17 und 32 g Zucker pro Liter
Extra dry zwischen 12 und 17 g Zucker pro Liter
Brut unter 12 g Zucker pro Liter
Extra brut zwischen 0 und 6 g Zucker pro Liter
Liegt der Restzuckergehalt unter 3 g und wurde dem Wein kein Zucker hinzugefügt, dürfen die Zusätze Brut naturePas dosé oder Dosage zéro angezeigt werden.

INTERESSANT
Auf dem Etikett steht ganz klein vor einer Nummer eine der folgenden Bezeichnungen, aus der hervorgeht um welchen Champagner es sich handelt:
RM Récoltant Manipulant: Champagne-Winzer, der nur eigene Trauben verarbeitet
NM Négociant Manipulant: Champagne-Haus, das Trauben zur Verarbeitung einkauft
CM Coopérative de Manipulation: Winzergenossenschaft
RC Récoltant Coopérateur: Genossenschaftswinzer
SR Société de Récoltants: Winzervereinigung
ND Négociant Distributeur: Vertriebsgesellschaft
MA Marque d’Acheteur: Handelsmarke

 Pinot Noir | Pinot Meunier   Chardonnay


 
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